Löschgruppe Holweide - Freiwillige Feuerwehr Köln     
 

Holweide - Wo liegt das?

Holweide ist einer von 86 Kölner Stadtteilen und liegt wie man in Köln zu sagen pflegt "op dr Schälk Sick", also im rechtsrheinischen. Genauer gesagt zwischen den Stadtteilen Dellbrück, Merheim, Buchheim und Höhenhaus - geographisch am Übergang von der rheinischen Niederterrasse zur Mittelterrasse am Beginn des Bergischen Landes.

Heute leben etwa 21.000 Menschen auf 4,11 km2 in Holweide, dessen Besiedlung bis in das Frühmittelalter zurückreicht.

Unser heutiges Holweide entstand am 06. Juli 1910 durch Zusammenschluss der Ortsteilen Holweide, Schnellweide, Schweinheim und Wichheim. Obwohl die Orte Schweinheim und Wichheim deutlich größer und bekannter waren wählte man Holweide zum neuen Ortsname; dieser lag an der wichtigen Mülheim-Gladbacher Chaussee (heute: Bergisch Gladbacher Straße), der Haltestelle der Kölner Vorortbahn und war Sitz der Rathauses der Bürgermeisterei Merheim.

Der Name Holweide geht auf die Flurbezeichnung „Holler Weidt“ und „An der hohlen Weide“ zurück. Diese lag an der heutigen Straßenecke Bergisch Gladbacher Straße / Buschfeldstraße / Johann-Bensberg-Straße.

Die Ursprünge unseres Ortes gehen aber bereits bis ins Jahr 1068 zurück. Eine erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1222 betrifft den ehemalige Rittersitz Burg Iddelsfeld, der noch heute aus einem Hofgut und einer Mühle aus dem 18. bzw. 19. Jahrhundert) besteht. Ebenfalls erhalten sind Bauten des 17. bis 19. Jahrhunderts der bereits 1364 erstmals erwähnten Rittergut Isenburg einem alten Wasserschlösschen, während nur noch geringe Teile der „Haus Schlagbaum“ aus dem 16. Jahrhundert vorzufinden sind.

Seit dem Hochmittelalter war Holweide Teil der Grafschaft (seit 1380 Herzogtum)  Berg. Zwischen 1511 und 1806 wechselt häufig die Herrschaft durch Aussterben der Herrschaftsgeschlechter oder Vererbung. Von 1806 bis 1813 war Holweide französisch und seit 1815 dann preußischer Besitz.  Immer wieder war Holweide Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen oder anderer Unglücke, so wurden zum Beispiel 1666 die Orte Schweinheim und Wichheim durch die Pest bis auf sieben Überlebende ausgelöscht. Mit der französischen Besetzung wurde die Munizipalverwaltung (kommunale Verwaltung) eingeführt und das heutige Holweide der Mairie Merheim (Bürgermeisterei Merheim) zugeordnet. Damit endete die Jahrhunderte alte adlige Obrigkeitsherrschaft. 

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich unser Ort zu einem Vorort der nahen Städte Köln und Mülheim. Im Gegensatz zu den größeren Nachbarn wie Dellbrück und Mülheim kannte sich der ländliche Charakter bis weit in die Gegenwart halten. Statt Industrialisierung wurde Holweide ein Wohnort des nahen Köln.

So erhielt Holweide 1906 Anschluss an die Vorortbahn (Linie G) von Köln über Thielenbruch (Köln-Dellbrück) nach Bergisch Gladbach; die Straßenbahnlinien 3 und 18 enden seit 1958 in Thielenbruch.

In 1912 gründete die Bürgerschaft von Holweide die Freiwillige Feuerwehr. Dieser Gründung ging damals eine einjährige Vorbereitungszeit unter Vorstand des damaligem Gemeindesekretärs der Bürgermeisterei Merheim, David, zusammen mit den Herren Oskar Wolf (Gemeinde-Baurat) und weiteren Bürgern voraus. Zu Beginn bestand die Feuerwehr aus 36 Mitgliedern, heute sind 21 Frauen und Männer aktiv (Stand: 2007). 1997 weihte die Freiwillige Feuerwehr, nach zweijähriger Bauzeit, ihr neues Feuerwehrhaus ein.

Am 01. April 1914 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Köln und so endetet die Selbstständigkeit .

1926/27 wurde die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Klinkerbauweise erbaut. Nach einer Generalsanierung 2001/2002 wurde sie 2004 mit der kath. Gemeinde St. Anno zur neuen kath. Gemeinde Holweide zusammengelegt. Bis in die 70er Jahre existierte in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt eine 2 m hohe Marienstatue, die in Gottesdiensten und am Feiertag St. Mariae Himmelfahrt in der Kuppel nach oben gezogen werden konnte (um die „Himmelfahrt“ der Maria darzustellen).

Der S-Bahnhaltepunkt Holweide an der Stadtteilgrenze zu Höhenhaus, an der Strecke der S-Bahn-Linie 11 von Köln nach Bergisch Gladbach, wurde infolge einer Privatinitiative eingerichtet.

Anfang der siebziger Jahre entstand im mehr ländlich geprägten Süden von Holweide ein großes städtisches Krankenhaus, die städtische Gesamtschule, später kamen die Firmenzentrale der AXA Versicherung und ein Bürokomplex der Siemens-Nixdorf AG (heute KHD) hinzu.

Nachdem der alte Fest- und Kirmesplatz Holweide in der Musäusstraße 1995 bebaut wurde konnte die Holweider Bürgerschaft 2008 ihren neuen Marktplatz an der Bergisch Gladbacher Straße, Höhe Maria Himmelfahrt Straße feierlich einweihen. Die Einrichtung geht zurück auf Initiative des Holweider Fördervereins.

Die Zahl der Einwohner stieg seit 1997 durch die Erschließung zweier Neubaugebiete um etwa 2.000 (Siedlung Im Oberiddelsfeld und Holweide Heide / Ernst-Cassel-Straße). Doch bereits zuvor trug die durch den Ort führende Bundesstraße zu einer nachhaltigen Belastung der Bevölkerung bei. Ausschlaggebend sind hier die trennende Durchschneidung des Ortes, der starke Lastwagenverkehr und die fehlende Ortsumgehung. Die für letztere ursprünglich vorgesehene Trasse sah eine Anbindung an die A4 (Merheim) vor, wurde durch Anlage des Neubaugebietes Im Oberiddelsfeld aber faktisch unterbunden.

Eine Vielzahl historische Häuser sind auch heute in den ehemaligen Dorfkernen der Ortsteile Schweinheim und Wichheim , vor allem in der Straße „In der Hütte“, "Schnellweider Straße", „Schweinheimer Straße“ und „Wichheimer Straße“ vorhanden und geben Zeugnis von der Geschichte unseres Ortes. Darüber hinaus bewahren zahlreiche Wiesen- und Weideflächen den ländlichen Charakter des Ortes .

Quellen:
Bürgervereinigung Holweide e.V. (Hg.), Heimatbuch Holweide - 75 Jahre Köln-Holweide, Köln, 1987
Kühler, G., "Stadtteil Holweide - Geschichte" URL: http://www.holweide-bv.de/geschichtliches.html [Stand: 27.12.2011]

 

Zahlen - Daten - Fakten.

Einwohner   ca. 21.000  
Fläche    411 ha  
Ausrückebereich   Holweide, Höhenhaus, Buchheim und nördliches Merheim  
Einwohnerzahl im Einsatzbereich   ca. 40.000  
Einsatzgebiet    ca. 950 ha  
Einsätze (2010)    38   
Einsatzstunden (2010)    62,5 h  
Mannstunden (2010)    562,5 Mh  
Einsatzgruppe (2012)    21 FM (SB)  
Ehrenabteilung (2012)    16 FM  
Jugendfeuerwehr (2012)   16 FM  
Einsatzfahrzeuge    4 Fahrzeuge + 1 Anhänger 



Unser Einsatzgebiet.

Das Einsatzgebiet umfasst im wesendlichen die Stadtteile Holweide, Buchheim, sowie das südliche Höhenhaus (bis zum Weidenbruch) und der nördliche Rand von Merheim (nördlich der BAB 4). Je nach Lage werden Einsätze allein erledigt oder die Löschgruppe rückt gemäß Einsatztaktik zusammen mit der Kölner Berufsfeuerwehr aus.

Für den Fall, dass die Berufsfeuerwache 9 in Köln-Mülheim unbesetzt ist, übernimmt die Löschgruppe stellvertretend den Brandschutz im gesamten Wachbezirk der Berufsfeuerwehr und versieht die Einsätze von Ihrem Gerätehaus aus. Darüber hinaus wird die Löschgruppe je nach Einsatzlage (z.B. bei Hochwasser oder nach Unwettern) im ganzen Stadtgebiet eingesetzt.


 
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